Galerie Im Fehlochhof

Im Skulpturenpark der Galerie Im Fehlochhof stehen die unten gezeigten Objekte aus Eisenblech, die mit einer dreieckigen Trichterform Regen auffangen und an einer dreieckigen Austrittsöffnung eine rostende Ablaufspur bilden. Die ausschließliche Funktion der Skulpturen ist der prozessuale Vorgang des Rostansetzens und Wiederauswaschens aufzuzeigen. Das Galeristenpaar Brigitte Wagner und Reinhard Wulf nennt sie liebevoll "Wächter", da sie oberhalb der anderen Skulpturen stehen und über das Gelände wachen.

Dem vorangegangen war eine Austellung mit Gemälden im Jahre 2017


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Ausstellungsprojekt Heimat


2018 wurde ich mit einigen anderen KollegInnen zum Ausstellungsprojekt „Heimat“ des Landratsamtes Tullingen eingeladen.
Mein Beitrag war ein Triptychon dreier monolithischer Darstellungen (je1,26m x 0,61m) mit Abläufen von Kupfer, Algen und Eisen. Sie beziehen sich auf drei kunstgeschichtliche Werke, die den Begriff Heimat direkt oder indirekt implizieren. 

Das linke Bild zitiert ein toxisches Denkmal zum Ersten Weltkrieg in Aach, eine aus aus grauen Granitquadern errichtete Stele. Sie zeigt eine Soldatendarstellung im Relief als Wächterfigur mit folgender Inschrift: 
SÖHNE DER HEIMAT GEDENKET DER TATEN EURER VÄTER DIE DANKBARE GEMEINDE AACH 1936
Roderich Trippel, Bühl/B

Das Bild in der Mitte bezieht sich auf einen besonderen Platz neben der Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle, ein begehbares Kunstwerk in Form eines Pyramidenstumpfs. Diese Fläche trägt eine mehrsprachige Inschrift:
„DIE HEIMAT IST NICHT DAS LAND, SIE IST DIE GEMEINSCHAFT DER GEFÜHLE“, ursprünglich ein Zitat von Saint-Just aus der Zeit der Französischen Revolution.

Das dritte Bild zeigt eine modifizierten Ausschnitt aus der „Rotenburger Passion“ von Martinus Schwarz, entstanden 1494. Das Teilbild trägt den Namen „ECCE HOMO“ und zeigt den gegeißelten und dem Volk vorgeführten Christus.
In diesem Gemälde zeigen sich rotbraune Abläufe an den Mauern Jerusalems, als würden nur sie um den Gemarterten Tränen vergießen.

Mit diesem Beitrag thematisiere ich drei von vielen Heimatbegriffen, den missbrauchten von 1936, den philosophischen und universellen und den christlich geprägten Heimatbegriff.

Fragmente

Galerie Tabak, Renquishausen

Im Frühjahr 2019 hatte ich die Möglichkeit in der Galerie-Tabak, Renquishausen auszustellen. Diese Galerie ist ein Teil des Kulturzentrums und Bürgerhauses der Gemeinde und befindet sich in einer ehemaligen Tabakwarenfabrik. Unter dem Titel „Fragmente“ präsentierte ich im großen Saal meine ausschnitthaften Großstadtmotive, die den alltäglichem Zerfall und Bewuchs an Stützmauern und Pfeilern zeigen, und meine irritierenden Gemälde mit vandalisiertem Stadtmobiliar, gemalt auf vor Ort gefundene Papiere und Pappen.

Im Obergeschoss hingen sechs Diptychen mit jeweils zwei malerisch überarbeiteten Fotografien aus dem Hamburger Hafen. Aufgezogen auf quadratische Eisenbleche kombinierte ich je eine Schiffsbordwand mit einem sogenannten Streichpfahl am Kai. Beide, Schiff wie Pfahl, tragen sich bedingende Scheuerspuren.

Das Bildarchiv des Landkreises Tuttlingen erwarb vier Werke aus dieser Ausstellung.