Museum für Hamburgische Geschichte

1992
"Hamburger Abläufe"

Anlässlich des vom Museumspädagogischen Dienstes für das Jahr 1992 festgelegten Themas "Wasser" hatte ich die Möglichkeit, im Museum für Hamburgische Geschichte auszustellen. Im Inneren des Hauses hingen Bildsequenzen von Schiffswänden, die ich im Hamburger Hafen fotografiert habe. Die auf diesen Fotos sichtbaren Korrosionsspuren, Ausflüsse und Algenablagerungen waren mir Anregung  für eine Installation an den Außenwänden des Museums. Seit Anbeginn meines künstlerischenTuns faszinieren mich  Ablaufspuren wie Rost, Algen und Grünspan, wie sie an Mauern und Gebäuden zu sehen sind , so auch am Museum selbst. Entsprechend konstruierte ich eine Art Türme. Die vier Meter hohen Konstuktionen hatten eine dreieckige Austrittsöffnung mit einem rückwärtigen Trichter. Diese füllte ich mit Heu, Kupfer und Eisen, und es entstanden durch die Witterung grüne, türkisfarbene und braune Abläufe an den Turmaußenflächen.
Für mich als Maler sind die entstandenen Ablagerungen der wesentliche Grund dieser Arbeit, lieferten doch Metalloxyde und Chlorophyll jahrhundertelang wichtige  Pigmente für die Alten Meister. 
Diese Bildfolge zeigt vor allem die Außeninstallation





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Berufsverband Bildender Künstler

"Architektur der Ideen - Gedankengebäude der Kunst"

1994

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Künstlerhaus Sootbörn

Von 2001 bis 2015 war ich Mitglied im Künstlerhaus Sootbörn in Hamburg. Bis heute unterhalten dort bis zu 16 Künstler ihre Ateliers. Das Gebäude war ursprünglich eine Schule im Bauhausstil, die wegen des nahen Flughafens aufgegeben werden musste. Hamburger Künstler haben sie mit Hilfe der Kulturbehörde in ein Atelierhaus umgewidmet.
Die erste Ausstellung nannte sich "Take Off", die letzte, an der ich teilnahm, "Fliegende Gärten".
Mein Beitrag bestand neben Entwürfen und Malerei aus vier "Ablauftürmen". Dieser temporäre Beitrag bestand aus leinwandbespannten Holzplatten mit dreieckiger Austrittsöffnung und dahinter liegender Trichterform. Diese Formen waren gefüllt mit getrocknetem Gras, Kupfer- oder Eisenblech. So bildeten sich durch Niederschläge Ablaufspuren aus Chlorophyllalgen, Grünspan und Rost. Alle drei Substanzen waren in vergangenen Jarhunderten Ausgangsstoffe für Farbpigmente. Außerdem stellte ich aus Ahornsamen, Schachtelhalm und anderen Pflanzenteilen gebaute Flugzeugmodelle aus. Als weitere spielerische Komponente kamen noch "Schmetterlingskästen" mit aufgespießten Spielzeugflugzeugen dazu.
Den Ausstausch mit meinen Kollegen habe ich immer sehr genossen.

Hafenrundfahrt

1992 hatte ich die Möglichkeit mit der Barkasse des Naturschutzamtes durch den Hamburger Hafen, die Speicherstadt und entlang der Quais für Überseeschiffe und Containerfrachter zu fahren und die Motive anzusteuern, die mich interessierten.
Mich faszinierten die unterschiedlichen Spuren, Verschleißerscheinungen an den Schiffsrümpfen und die seltsam exaltierten Farbspiele, die sich verselbstständigt hatten.

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Natur - Kunst
Kunst – Natur

Ausstellung des BBK Hamburg

1985 fand im Hamburger Kunsthaus, dem Gebäude des Berufsverbandes Bildender Künstler, oben genannte Gruppenausstellung statt.
Mein Beitrag waren einige Bilder, gemalt auf Fundpapier und -karton. Solche verdreckten, versifften Papier- und Pappstücke waren damals noch häufiger im Stadtbild zu sehen. Immer auch fand sich in der Nähe ein zu portaitierendes Objekt, es handelte sich also um zufällige Bildträger mit naheliegendem Motiv. Betonpilaster, Vorgartenpfeiler, Holzpflöcke und -pfähle, bewachsen mit Moosen und Algen, Flechten und Pilzbesatz aus dem Hamburger Großstadtgebiet drängten sich als malenswerter Gegenstand auf. Es war mein erster Versuch, diese natürlichen Prozesse transparent und ablesbar zu machen und blieb bis heute das beherrschende Thema meiner künstlerischen Arbeit.
Die damalige Leiterin des Hamburger Kunsthauses, Doris Cordes-Vollert, schreibt im Ausstellungsbegleittext:
„Heute muss der Mensch oft genug von der Natur ausgeschlossen werden, weil er verlernt hat, ein Teil von ihr zu sein.....Künstler widerspiegeln und verarbeiten die psychopathische Situation unserer Gesellschaft zu sich selbst und zu ihrer Umwelt.“
Nach über 35 Jahren ist dieses so beschriebene Naturverständnis noch immer zutreffend

Lebensspuren

Kunsttreppe Hamburg

 
Auf der "Kunsttreppe" des Hamburger Abendblatts wurden regelmäßig in Hamburg und Umgebung lebende Künstler*innen vorgestellt. 1989 wurde ich dorthin eingeladen. Ein Großteil der ausgestellten Werke zeigte Sitzmobiliar aus dem öffentlichen Raum.
Ich "porträtierte" z. B. Sitzschalen von Bushaltestellen, Sitzplätze aus U- und S-Bahnen, ebenso Parkbänke, allesamt verschleißgezeichnet bis vandalisiert. 
Auch beschädigte, beschmutzte Stühle vom Hamburger Sperrmüll in ihner Disfunktionalität waren mir künstlerische Anregung. Die Bildträger der malerischen Darstellung des ausrangierten Mobiliars sind zum Teil Pappen, die unter der Lombardsbrücke in Hamburg Obdachlosen als sogenannte Platte dienten. 
Sperrmüll befindet sich meist unter Laternenpfählen, so entstand eine Reihe von Gemälden, die deren unteren Teil zeigen.